Eine Lehrerin aus der Grundschule berichtet

Sind die Kinder in allen Wahrnehmungsbereichen altersgemäß entwickelt, schaffen sie den Start in die Schule. Schwieriger wird es für die Kinder, die z.B. durch eine Frühgeburt oder andere Entwicklungsverzögerungen beeinträchtigt sind.

Schnell ecken sie in der Schule an und wir als Lehrer empfehlen häufig schon kurz nach der Einschulung externe therapeutische Förderung.

Spricht man mit Kollegen, die bereits seit vielen Jahren im Schuldienst sind, berichten viele, dass die Anzahl der Kinder, die sich mit dem Start in der Schule schwer tun, die Probleme in der Wahrnehmung, Koordination, Motorik und im Verhalten haben, steigt.

Dies kann ich als Grundschullehrerin nur bestätigen. Auf der einen Seite ist es uns allen wichtig, dass die Kinder mit Freude lernen und ohne Angst vor Versagen in die Schule gehen. Auf der anderen Seite steht der Lehrplan mit der Notwendigkeit, ihn einzuhalten. Durch die Information über die Aufrichtungs- und Symmetrieentwicklung hat sich bei mir eine ganz neue Idee entwickelt, wo viele Wahrnehmungsprobleme der Kinder häufig schon ihren Ursprung haben. Plötzlich macht alles einen Sinn und sowohl Eltern als auch Lehrer haben damit eine effektive Möglichkeit erhalten, diesem Problem der Kinder entgegenzutreten. Sie können den Kindern in enger Zusammenarbeit auf den Weg helfen, sodass es gar nicht erst zu den ganzen motorischen Schwierigkeiten und Konzentrationsstörungen kommen muss.

Das Wissen über die so wichtige Bauchlage während der Aufrichtungsentwicklung schließt bei mir eine Wissenslücke und lässt mich vieles nun besser verstehen. Im Studium werden Lehramtsstudenten über die Problematik nicht ausreichend informiert und später steht man dann relativ ratlos vor einer Klasse Kinder  mit diesen Auffälligkeiten und versucht, mit pädagogischen Maßnahmen Probleme zu lösen, die einen ganz anderen Ursprung haben.

Der Weg des Entwicklungskoffers ist ein großer Schritt in die richtige Richtung und ich wünsche mir sehr, dass er ganz viele Eltern und Kinder erreicht!

Julia Heike, Grundschullehrerin

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